ZIKA VIRUS INFEKTION  |  DENGUE FIEBER  | CHIKUNGUNYA


die Tigermücke  (Aedes albopticus) überträgt das Zika Virus

Zika– , Dengue– und Chikungunya Fieber

sind Krankheiten, welche durch Viren hervorgerufen werden. Bestimmte Mückenarten  (meist) in tropischen Ländern übertragen  diese Viren auf den Menschen beim Blutsaugen. Nach 4 bis 14 Tagen kann die Krankheit ausbrechen.
Die in der Schweiz registrierten Erkrankten haben sich alle in tropischen Ländern angesteckt (Asien, Amerika, Afrika).  Dengue Fieber wurde bei knapp 160 Reisenden, Chikungunya bei 6 und  Zika bei 4 Reisenden festgestellt im 2018.  (Quelle BAG)
Sich in tropischen Ländern wirksam vor Mückenstichen zu schützen ist deshalb eine wichtige Strategie, um weder daran zu erkranken noch die Krankheiten zu verbreiten (und nach Europa zu bringen!). Eine Impfung existiert nicht.

Tigermücken (Aedes albopticus) sind wegen der Klimaerwärmung in letzter Zeit  in gewissen Regionen der Schweiz heimisch geworden. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass in Zukunft Leute an diesen Krankheiten auch in der Schweiz  erkranken können, ohne dass sie sich in den Tropen aufgehalten haben. Man hat heute in der Schweiz mittels Mückeneierfallen (OVITRAP)  an verschiedenen Stellen Massnahmen getroffen , um festzustellen, ob Tigermücken nachweisbar sind. Findet man welche, wird man versuchen, die Populationen möglichst tief zu halten. Wir können dazu beitragen, indem wir in unseren Siedlungsgebieten kleine Wasseransammlungen vermeiden. Damit sinkt das Risiko, dass sich die Mückeneier zu Mücken entwickeln können.

Ihr (Haus)Arzt/IN denkt an diese Krankheiten, wenn Sie sich in den entsprechenden Ländern aufgehalten haben („Endemiegebiete“)  und wenn Sie ein bis zwei Wochen nach Rückkehr an den typischen Symptomen erkranken. Natürlich muss bei Fieber nach Aufenthalt in tropischen Ländern auch an andere Krankheiten wie an Malaria gedacht werden.

ZIKA Virus Infektion  (ZIKV)

ZIKV äussert sich mit Fieber, Hautausschlägen, Augenrötung und Gelenkschmerzen. Die Erkrankung verläuft häufig mild, dauert 2 bis 7 Tage. Man kann sich mit ZIKV auch infizieren, ohne dass sich Symptome manifestieren. Zur Zeit übertragen die Tigermücken kein Zika Fieber in der Schweiz.  Gefährlicher ist die Zika Virusinfektion bei Schwangeren, weil das Virus das werdende Kind infizieren kann und die Entwicklung  der Nervenzellen im Hirn hemmt. Es kommt zu einem verlangsamten Schädelwachstum (Mikrocephalie  -verkleinertes Köpfchen) mit Behinderung des Kindes. Deshalb ist eine Schwangerschaft während des Aufenthaltes in Gebieten mit möglicher Zikaübertragung zu vermeiden  bis 2 bis 3 Monate nach Rückkehr. Die gleiche Empfehlung gilt auch für den Mann, welcher „safer sex practice“ Methoden (mittels Kondom) anwenden sollte bis 2 Monate nach Rückkehr, weil das Zika Virus durch Geschlechtsverkehr übertragbar ist.

Die Diagnostik erfolgt durch eine Blutprobe, darin werden Antikörper nachgewiesen, wenn die Infektion längere Zeit zurückliegt oder es erfolgt ein Antigen Nachweis auf das ZIKA Virus (während der Infektion oder unmittelbar danach). Eine routinemässige Testung auf ZIKV nach der Reise ist bei Personen ohne Krankheitssymptome nicht empfohlen.

Weitere Informationen

1)  alphabetische Länderliste  ECDC  mit „Current Zika virus transmission  (Datum: 21.12.2017)

2) Robert Koch Institut D: Antworten auf häufig gestellte Fragen : ZIKV   Stand 12.4.2018

2) Länderkarte  ECDC  mit aktivem Zikavorkommen (Karte 19.12.2017)

Abbildung 1 oben:  Länderkarte ECDC  mit aktivem Zikavorkommen

rot markiert:hohes Risiko, aktive Uebertragung |  gelb markiert  moderates Risiko einer Uebertragung
blau markiert: unterbrochene Uebertragung: geringes Risiko  |  grau markiert  gering bis sehr geringe Risiko

 

Dengue Fieber

Es ist eine weltweite Zunahme der Erkrankungen in der ganzen Welt festzustellen. Das Dengue Fieber ist die häufigste Viruserkrankung, die durch Stechmücken der Gattung Aedes übertragen wird.

Bild: Die Stechmücken (der Gattung Aedes) übertragen das Dengue Fieber

 

Vorkommen von Dengue Fieber:  in Afrika, Amerika und Asien:

 

Krankheitssymptome:  Fieber, Hautausschlag, (starke) Gelenkschmerzen undGelenkschwellungen,  wenn Blutungen
(Hämorrhagien), Kreislaufinstabilität,  und schwere Laborveränderungen (Blutplättchenzahl vermindert) auftreten, ist eine Hospitalisation angezeigt.  Aehnlichverlaufende Krankheiten sind die folgenden: Malaria, Typhus, HIV, weitere.

Therapie: Fiebersenkende Mittel (Paracetamol) . Azetylsalicylsäure (in Aspirin) meiden wegen der erhöhten Blutungsgefahr.
Schutzmassnahmen: Mückenschutz (entsprechende Kleider, Moskitonetz, Gebrauch mückenabstossender Mittel (Repellentien), Imprägnierung von Kleidern und Moskitonetzen mit permethrinhaltigen Mitteln (MükoRex, NoBite Textil),
Diagnostik: Nachweis von Antikörpern  ab 5-7 Tage nach Fieberbeginn, zu Beginn der Krankheit Virusnachweis mittels PCR möglich
es gibt in Europa keine (verfügbare) Impfung.

Chikungunya

Vorkommen in  Indien, Sri Lanka, den Malediven, La Réunion, Südostasien (Indonesien, Singapour, Malaysia, Thailand, Afrika, mittlerer Osten, Australien 2007 auch in (Ober) Italien.

Karte  Vorkommen Chikungunya (Quelle: CDC , Dez 2014)

Inkubationszeit kurz  ca 3 -15 Tage).
Die Krankheit ist dem Dengue Fiber sehr ähnlich und klinisch davon kaum abgrenzbar.
Klinik und Diagnostik: Fieber,  Gelenkschmerzen,  Hautausschlag, , Lymphknotenschwellungen, Blutteste
Ebenfalls existiert keine Impfung. Mückenschutz ist die wirksamste Vorbeugung
Uebertraeger des Virus ist die Mücke Aedes aegyti und Aedes albopticus.

© OSIR  –  Stand  6.3.2019 – GH

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ZIKAVIRUS Infektion für AERZT|INNEN

1) Dengue-und Chikungunya Fieber

in der Allgemeinpraxis  ( J. Blum, C. Hatz Schweiz Med Forum 2009;9  (35):610)

2) Swiss TPH Basel 

Stand: Dez. 2018   Informationen zum Zika Virus 21.12.2018, englisch
diese Information des Swiss TPH sind nicht mehr identisch mit den Empfehlungen vom Dez 2017 für die Reisenden!

Stand Dez. 2017:   Information on the ZIKA VIRUS
Diagnostikmehr  (12/ 2017)

3)  alphabetische Länderliste  ECDC  mit „Current Zika virus transmission ,

Datum: 21.12.2017
A scheme has been developed by WHO, in collaboration with the US CDC and ECDC, to categorise the epidemiological profile of      vector-borne Zika virus transmission in countries and territories. ECDC has adapted the classification scheme to reflect the risk        to travellers more accurately.

4) Länderkarte  ECDC  

mit aktivem Zikavorkommen (Karte 19.12.2017)

  Länderkarte ECDC  mit aktivem Zikavorkommen rot markiert:hohes Risiko, aktive Uebertragung |  gelb markiert  moderates Risiko einer Uebertragung  blau markiert: unterbrochene Uebertragung: geringes Risiko  |  grau markiert  gering bis sehr geringe Risiko 4) Länderkarte  (ECDC)   mit Zika Uebertragung in den letzten 9 Monaten (11. April 2017) Countries and territories are removed from this list if no new evidence of Zika virus transmission is provided within nine months.

5)  Center for Disease Control and Prevention  (CDC, USA) :

World Map  Centers for Disease Control and Prevention  

 of Areas with Risk of Zika |  (PDF version  (printable) current as of March 9, 2018
Areas with Zika risk    find your destinations (Center for Disease Control) and
Areas with Interrupted Transmission