Impfungen

Endamarariek Tanzania Schulkind Bild Dr. G. Heeb

Wie lange vor der Abreise impfen?

Eine Impfberatung erfolgt ca. 2-6 (8-12) Wochen vor der Abreise in der Regel beim Hausarzt.
Für Reisen nach Afrika (gewisse Gebiete) und nach Südamerika brauchen Sie (zusätzlich) eine Impfung gegen Gelbfieber (bei einer autorisierten Impfstelle.)  Vergessen Sie nicht, bei Ihrem Besuch den Impfausweis, ( das Dienstbüchlein), den genauen Reise- und Flugplan und die Krankenkassen – und EC Karte oder Bargeld mitzubringen.

Grundimpfungen

Starrkrampf (T), Diphtherie (D), Pertusssis (Keuchhusten) (P) Antigene sind enthalten in  Tdpur®, Revaxis®, Infanrix®, Boostrix®, Pentavac®, Hexavac® .
Impfschema: Alter:  2 Monate;   4 Mon. ;  6 Mon.;  15-24 Mon.;  4-7 Jahre;  11-15 Jahre;  25-29 Jahre , dann alle 20 Jahre ;  nach 65 Jahren:  alle 10 Jahre.

Kinderlähmung  (Poliomyelitis) Antigene sind enthalten in Poliorix, Poloral,  Revaxis, Salk, Boostrix Polio, Trivalent, Pentavac, weitere.
Sind insgesamt 5 Impfungen gegen Kinderlähmung (in der Kindheit) erfolgt, ist eine Auffrischimpfung nicht notwendig. Reisen Sie in gewisse Länder in Asien und Afrika mit Vorkommen von Kinderlähmung, ist eine Nachimpfung nötig. Eine routinemässige Auffrischimpfung alle 5 bis 10 Jahre ist nicht mehr empfohlen.
Reisen Sie in gewisse Länder  ((Für welche Länder soll die Impfung aufgefrischt werden?) , kann eine Auffrischung empfohlen sein.

Masern, Mumps, Röteln:
Sind Sie nach 1963 geboren, sollten Sie 2 mal gegen Masern (und Mu Rö) geimpft sein (Priorix®, MMR, weitere);
Der (früher gebrauchte)  Impfstoff  Triviraten enthielt eine gegen  Mumps unwirksame Impfkompoente, weshalb eine 3. MMR Impfung empfohlen wird.

HPV  (ab 11Jahren bis 26 Jahre) (humane Papillomaviren) für Jugendliche (weibliche UND männliche) ,  2 Impfung vor dem 15. Geburtstag im Abstand von 5 – 6 Monaten, nach dem 15. Geburtstag  3 Dosen.

weitere Impfungen

gegen Zeckenhirnhautentzündung (3 Dosen), gegen Meningitis C (1 bis 2 Dosen) , gegen Grippe (jährlich im Herbst),  gegen Pneumokokken (bei Kleinkindern im 2. Mon; 4. Mon; 12. Mon., bei Erwachsenen in bestimmten Situationen) , gegen Herpes Zoster (1 Dosis), gegen Windpocken ab dem 11. Lebensjahr, 2 Dosen), gegen Hämophilus influenzae (HiB) bei Kleinkindern bis zum 2 Jahr.

Reise  Impfungen

Der Hausarzt kann Ihnen auf Grund der Destination, der Aufenthaltsdauer und des Reisestils folgende Impfungen empfehlen:
gegen Gelbfieber,
gegen Hepatitis A (Havrix®) und gegen  Hepatitis B (Engerix®) (Leberentzündung), resp gegen A und B (Twinrix®) ;
gegen  Typhus (Vivotif®),
gegen  Hirnhautentzündung (Meningitis (Menveo®)/ Enzephalitis/ Frühsommer Meningo enzephalitis FSME (Encepur®, FSME Immun®) gegen Tollwut (Rabipur®) .

Die Impfung gegen Hepatitis A ist der häufigst gebrauchte Impfstoff. Wenn Sie das Merkblatt „Auslandreisen“ downloaden, haben Sie dort eine kurz gefasste Übersicht zur Hand. Eine Impfung gegen die Malaria und gegen die Immunschwäche existiert nicht.  Es ist auch keine Impfung  gegen Dengue Fieber und Zika Fieber in der CH zugelassen!

Impfempfehlungen für Afrikareisende
In gewissen afrikanischen Ländern ist eine Gelbfieberimpfung (Stamaril). Häufig  gilt, dass bei Übertritt von einem afrikanischen Land in ein anderes die Gelbfieberimpfung verlangt wird. Für Kenia ist die Gelbfieberimpfung ebenfalls empfohlen, ausser Sie reisen lediglich in die südliche Küstenregion (Mombasa/Tsavo Park). Für Sansibar und Tanzania kann (selten) eine Gelbfieberimpfung am Zoll verlangt werden, auch wenn keine offizielle Impfepfehlung für dieses Land besteht. Damit am Zoll nicht geimpft werden muss, ist eine Impfung empfohlen, alternativ kann ein Impfbefreiungszeugnis ausgestellt werden.

Impfempfehlungen für Mittelamerika und für die Karibik
Je nach Reisedauer und Reisestil gegen Hepatitis A, Hepatitis B und Typhus impfen.

Impfempfehlungen für Südamerika
Für das ganze Amazonasgebiet ist eine Gelbfieberimpfung sehr zu empfehlen, ebenfalls seit 2017 auch für die meisten Regionen in Brasilien inclus. der grossen Städte wie Rio und oder Sao Paolo!
Beim Übertritt von einem südamerikanischen Land in ein anderes kann die Gelbfieber Impfung verlangt werden. (Beispiel Einreise von Brasilien aus in gewisse süd- und mittelamerikanische Länder!
Für längere Reisen ist eine Impfung gegen die Hepatitis A, Hepatitis B und gegen Typhus empfehlenswert.

Impfempfehlungen für Asien
Gelbfieber kommt in Asien NICHT vor!
Eine Impfung gegen Gelbfieber ist deshalb für Asien nicht notwendig, wenn Sie von Europa anreisen.
Für längere Reisen ist eine Impfung gegen die Hepatitis A, Hepatitis B und gegen Typhus empfehlenswert. Je nach Reisestil auch gegen die Japanische Enzephalitis (Ixiaro) und gegen die Tollwut (Rabipur). Bedenken Sie, dass für gewisse asiatische Länder das Risiko einer Uebertragung mit Tollwutviren nach einem Tierbiss nicht ohne Bedeutung ist. Deshalb müssen sie sich überlegen, sie vor der Reise bereits gegen Tollwut impfen zu lassen. Dies ist beimHausarzt möglich(2 bis 3 Dosen vor Abreise)

Bei allen abenteuerlichen Reisen
wie z. Bsp. Trekking und Rucksacktourismus mit hygienisch schlechter Verpflegung ist eine Impfung gegen die infektiöse Gelbsucht (Hepatitis A) sowie gegen Typhus empfohlen.  Für Tropenlangzeitaufenthalter, für schwangere Frauen, für Kleinkinder und für Diabetiker und Reisende mit Kreislauf Erkrankungen ist vor jeder Reise eine reisemedizinische Konsultation angezeigt!

Krankenkassenleistung: Impfungen müssen in der Regel bar bezahlt werden. Sie sehen auf Ihrer Kassenpolice, ob Sie für Impfungen (Zusatz) versichert sind.  Die Impfung gegen Starrkrampf, Kinderlähmung, Zecken hirnhaut entzündung und Masern Mu Rö sind Pflichtleistungen der Krankenkasse (KVG). Die übrigen innerhalb der Zusatzversicherung nach VVG.

Kommentar

Vor Auslandreisen ist eine Ueberpfüfung Ihres Impfbüchleins beim Hausarzt oder Impfarzt empfehlenswert. Dank der Impfungen können heute viele Krankeiten verhütet werden (Kinderlähmung, Starrkrampf, Diphtherie, Masern, Hepatitis A und B, Gelbfieber, Tollwut, weitere).
Noch nicht alle Kinderkrankheiten sind besiegt wegen  ungenügender Durchimpfung (Masernfälle in Europa!).

Die Palette an angebotenen Impfungen ist gross, Ihr  (Haus) Arzt kann Ihnen auf Grund Ihrer Destinationen und Ihres Reisestiles beraten. Vergessen Sie nicht, die Grundimpfungen  gegen Tetanus und Ma Mu Rö aufzufrischen.

Keine Lebendimpfstoffe dürfen geimpft werden, wenn Sie gewisse Medikamente einnehmen (Biologika, Krebsmedikamente, weitere), weil Ihre Immunabwehr geschwächt ist. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie die Reise buchen!

Bei gewisse Impfungen (Hepatitis B,  Japanische Enzephalitis, Tollwut und FSME (Zecken), ist zu beachten, dass ein Impfschutz erst nach mehreren Impfungen aufgebaut wird.
Warten Sie nicht bis kurz vor der Abreise für den Impftermin. Eins bis drei Monate vor Abreise ist ideal. Kürzer vor Abreise ist auch noch sinnvoll!

Wünschen Sie eine UPDATE Ihres Impfbüchleins, schicken Sie via www.inforeisemdizin.ch die Impf Daten an die OSIR. Sie werden schriftliche Empfehlungen bekommen bezüglich Indikation eines Arztbesuches.

 

Weitere Informationen

Havrix oder Twinrix?   Hepatitis A oder B Impfstoffe- DIE QUAL DER WAHL  für Aerzte und  MPAs Autor: G.Heeb St.Gallen

Vorbeugende Massnahmen bei Auslandreisen  Autor: G.Heeb St.Gallne /OSIR

Hausarzt

Impf Arzt Schweiz (mit Impfangebot)

Gelbfieberimpfstellen Schweiz autorisiert 

Impfungen für Kinder und Jugendliche   mediX Gesundheitsdossier

Impfungen Erwachsene Kommentar zum Schweizerischen Impfplan 2018 mediX

Reisemedizin Für Ferien ohne Nebenwirkungen  mediX Gesundheitsdossier (2018, R.Soler, U. Beise

Infovac  Schweizerischer Impfplan
Fakten zu Impfungen   „Factsheets“  ausgezeichnetes und allgemein vertändliches Informationsmaterial für Laien
Humane Papilloma VirenHepatitis  A , Hepatitis  B,  DTetanus Pa,  MasernMumpsRöteln, Meningitis  C, Pneumokokken
Zecken, Windpocken

Tollwut

Die OSIR übernimmt keinerlei Verantwortung für gesundheitliche Schädigungen, die allfällig aus den hier angebotenen Informationen abgeleitet werden könnten. Nicht-Fachleute sollten bedenken, dass  diese Seite niemals einen Ersatz für medizinische Beratung (beim Hausarzt bzw. bei einem Impfarzt) darstellt.

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