JapanischeEncephalitis

erhöhtes Risiko bei

Reisenden, welche auf Grund der Reiseroute, Reisezeit, Reiseart und Reisedauer ein erhöhtes Risiko eingehen, an dieser (für Touristen äusserst seltenen) Virusinfektion zu erkranken. (Die Krankheit wird durch Culex – Mücken übertragen).
Touristen sind sehr selten betroffen, in den letzten 20 Jahren waren es weltweit ca. 34 Reisende. Gefährdet sind in den betroffenen Ländern hauptsächlich Kinder unter 2 und Erwachsene über 50 Jahre.

Zur Reiseroute: falls die Reise ein Gebiet führt, wo die Jap. Enzeph. vorkommt. Entgegen dem Namen JE findet man die Ausbreitung dieser Krankheit in
Indien, Nepal, Thailand, Indonesien, Malaysia, China, Philippinen, Sri Lanka, Pakistan, Burma, Vietnam (und weiteren Ländern wie Süd-NordKorea,Australien, Sri Lanka, Papua NeuGuinea, Japan..

Zur Reisezeit: Die Übertragung des Virus erfolgt durch Mücken. Je nach klimatischen Verhältnissen ist dies ganzjärig oder (nur) zu bestimmten Jahreszeiten möglich.

Zur Reiseart: In ländlichen Regionen, wo es viel Mücken in Zusammenhang mit dem Wirt des JE-Virus gibt (Reservoir in Schweinen, Vögeln)

Zur Reisedauer: Aufenthalt von mehr als 4 Wochen.

Welches sind die Krankheitssymptome?

Die Krankheit äussert sich mit Fieber, Kopfschmerzen, Bewusst seinsstörungen, Reflexstörungen,Koma, Nackensteife und Lähmungen. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch dauert es ca. 5-15 Tage. Die meisten Infektionen mit dem JE-Virus nehmen einen leichten Verlauf (Fieber und Kopf- schmerzen) bzw. es
treten keine manifesten Symptome auf.
Etwa eine von 300 Infektionen führt zu einer schweren(*) Erkrankung . (* wonach rund ein Drittel der Erkrankten daran versterben und ein weiterer Drittel Folgeschädigungen davon tragen kann). Jährlich werden 30’000 bis 50’000 klinische Fälle gemeldet.

Welche zusätzlichen Massnahmen schützen vor der JE?

Schutz vor Stechmücken wie langärmelige Kleider, Gebrauch von mückenabstossenden Mitteln (AntiBrumm, No Bite, Moskitonetze ), womit Sie auch einen Schutz bekommen vor weiteren Erkrankungen, welche durch Insekten übertragen werden (wie Malaria , Dengue Fieber, Leishmanien, Filarien.)

Wieviele Impfungen sind „notwendig“?

2 Dosen (Spritze in den Muskel) am Tag 0 und 28; „Booster“ (Wiederholungsimpfung) mit 12 Monaten.

Kurzschema -Impfung gegen
Japanische Enzephalitis (JE) am Tag 0 und 7 neu
mit ausreichendem Schutz möglich. Nur anwenden, wenn Zeit bis zur Abreise nicht reicht. Kurzimpfschema kombinierbar mit Tollwutimpfung. Es wird eine 3. Impfung gegen JE nach 12-24 Monaten empfohlen.

IXIARO® (Novartis Vaccines)

Der inaktivierte, virale Impfstoff ist gut verträglich und immunogen.
Er wird ab 18 Jahren empfohlen gemäss BAG, wobei der Hersteller ein tieferes Alter vorgibt (Kinder unter 10 Jahren)

Wieviel kostet eine Impfung und wird sie von der KK bezahlt?

Impfstoff: 2 Injektionen gut Fr. 240.- (zuzüglich Kons. taxen). (keine Pflichtleistung in der Grundversicherung), gewisse KK übernehmen die Kosten, falls Sie über Zusatzversicherungen nach VVG verfügen.

Was für Nebenwirkungen sind nach der Impfung möglich?

Schwellungen und Schmerzen an der Injektionsstelle,
Kopf- und Muskelschmerzen, Müdigkeit, Fieber.
Die Nebenwirkungen sind vorübergehender Natur und halten selten länger als 1 Tag an.

Weitere Informationen

Primary Care 2014;14:Nr.13 Autor: Chr. Hatz/ Basel Zürich
Jap. Enzphalitis Ein Beitrag aus der Reihe Impffragen Primary Care (Chr. Hatz, 2015)  japenceph_2015hatz  (pdf)
CDC:

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