Karibik

Antigua + Barbuda,  Aruba, Bonaire, Curacao,
Bahamas, Barbados, Cayman Inseln,
Gouadeloupe St.Barthelemy und St. Martin (FR), Sint Maarten (ehemals Niederl.), Jamaica
Montserrat, Niederländische Antillen, Puerto Rico, Trinidad und Tobago, Virgin Islands

Malaria

malariafrei: die meisten Inseln ausser der unten genannten , Mückenschutz beachten

karibische Inseln mit Malariavorkommen:

Jamaica:  Geringes Risiko in der Region Kingston. Notfallmedikament mitführen (Malarone®)
Dominik. Republik: Geringes Risiko, Notfallmedikament mitführen (Malarone®)
Haiti: geringes Risko, Notfallmedikament mitführen (Malarone®)

Gelbfieber

Bahamas:  Impfung obligatorisch bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet (nicht für Flughafentransit- Passagiere). Die Impfung muss 10 Tage vor Einreise erfolgt sein.
Ref.: International Air Transport Association, Travel Information Manual, Ausgabe April 2017. Quelle Tropimed März 2017

Impfung nicht empfohlen, wenn Einreise aus den USA/Europa erfolgt.

Für Puerto Rico, Virgin Islands, für Turks und Caico Inseln, für  St.Pierre und Miquelon, für Sint Maarten: Impfung nicht empfohlen

für die ABC Inseln (Aruba, Bonaire, Curacao), für Antigua und Barbuda, für die Bahamas, Gouadeloupe St.Barthelemy St.Martin, die Niederländischen Antillen, BarbadosSt. Lucia, St.Vincent und die Grenadinen, Saba/ Sint Eustatius/ ist die Gelbfieber Impfung obligatorisch bei Einreise (innerhalb von 6 Tagen)  aus Gelbfieber-Endemiegebiet. (ausser für Flughafentransit T1)

Für Jamaika, St. Kitts and Nevis, Montserrat: Impfung obligatorisch bei Einreise aus Gelbfieber-Endemiegebiet. (T2: auch für Flughafentransite)

Für Trinidad und Tobago:

Eine Gelbfieberimpfung ist obligatorisch bei Einreise aus Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ekuador, Peru und Surinam (nicht Flughafentransit). (Quelle Tropimed 26.4.17)

WHO Impfempfehlung:
– Impfung empfohlen
bei Reisen in bewaldete Gebiete der Insel Trinidad, (Gelbfieber bei Affen auf Trinidad in 2009)
– Impfung nicht empfohlen für Kreuzfahrtschiff- und Flugzeugpassagiere im Transit und bei alleinigem Besuch der Insel Tobago

 

Hepatitis A

Impfung 10 bis 14 Tage vor Abreise empfohlen. (Havrix 1440, Havrix 720)
Übertragung via Wasser/ Nahrungsmittel. Nahrungsmittelhygiene beachten!
Vom 1. bis zum 19. Geburtstag: Havrix 720; vom 19. Geburtstag: Havrix1440.
Für eine langdauernde Immunität: Nachimpfung 6-12 (oder mehr) Monate nach der Erstimpfung, jede Impfung zählt!
Hepatitis A Impfung bei Kindern

Hepatitis B Engerix 20, Engerix 10, HB Vax pro 10, Hb Vax pro 5

Ab dem 16. Geburtstag: 3 Dosen Engerix-B 20:    0 / 1Mon/6 Mo
Schnellschema: 4 Dosen Engerix-B 20: 0/1 Mon/ 2Mon/ 12Mon oder 0/ 7T  /21T / 12Mon

Kinder vom 11.-16. Geburtstag:  2 Dosen Engerix-B 20 im Abstand von 6 bis mehr Monaten.

Bis zum 16. Geburtstag: 3 Dosen Engerix-B 10: 0 / 1Mon/ 6 Mon
Schnellimpfschema: 4 Dosen Engerix-B 10: 0 / 1Mon/ 2 Mon / 12 Mon

Übertragung durch (ungeschützten) Sexualkontakt, durch Blut, Drogenkonsum mit unsauberen Nadeln, Piercing, Tätowierung…Arztbesuch 4-8- 12 Wochen vor Reiseantritt ideal

Impfstoff gegen Hepatitis A und B   (Twinrix 720/20®)

Vom 1. bis zum 16. Geburtstag: 2 Dosen Twinrix 0 Mon / 6 Mon.
Vom 16. Geburtstag an: 3 Dosen Twinrix 0 Mon / 1 Mon / 6 Mon.
Schnellimpfschema: 4 Dosen Twinrix: 0 / 7Tage /21 Tage/ 12 Mon.
Arztbesuch (2) -4-8 Wochen vor Reiseantritt!
link: Die Qual der Wahl mit den Hepatitis Impfstoffen

Diphtherie / Starrkrampf (Tet) / Keuchhusten

(Boostrix -(IPV) / Td pur / Infanrix / Revaxis )
Grundimpfungen mit 2,4,6,15-24 Monaten, 4-7y und 11-15y), dann zwischen 25-29y (als dTPa (Boostrix)
zwischen 25-64y: Impfungen: alle 20 Jahre; nach Unfall: Zwischen 25-64y nach 10 Jahren

Kinderlähmung – Poliomyelitis,

(Poliorix, / Infanrix / Revaxis /Boostrix IPV / Pentavac, Tetravac /.)
Impfung mit 2 / 4 / 6 / 15-24 Monaten und mit 4 -7y.
Auffrischimpfung bei Erwachsenen, welche 5 Impfungen gegen Polio erhalten haben, sind nicht empfohlen.

Masern Mumps Röteln (Priorix  (MMR)

Impfung empfohlen für Personen jünger als 1963 und ohne Infektions- und Impfschutz Tröpfcheninfektion!
2 Impfungen (gegen Masern) verleihen einen Impfschutz und verhindern die Virus-Uebertragung.

Humane Papillomaviren (HPV) (Gardasil, Cervarix)

Schutz vor Genitalwarzen und Krebs(vorstufen) im Gebärmutterhals
11-14 y: 2 Dosen in Abstand von 0,Monate
15-26 y: 3 Dosen 0,2,6 Monate

Dengue Fieber 

Dengue-Fieber wird durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen. Risiko hoch und ganzjährig.
Es existiert keine Impfung gegen Dengue Fieber, Prophylaxe möglich mittels Mückenschutz. Als Therapie bei Verdacht auf Dengue Fieber paracetamolhaltige Fiebermittel bevorzugen (keine azetylsalicylsäurehaltigen Medikamente einnehmen)

Reisen in Zika Virus Endemiegebiete (Barbados, Martinique, Gouadeloupe, Puerto Rico, Haiti, weitere sind Inseln mit Uebertragung!) : optimaler Mückenschutz tagsüber (insbesondere zur Hauptübertragungszeit am Vormittag sowie späten Nachmittag bis Dämmerung) mittels Repellentien, langen, imprägnierten Kleidern, Mückennetze etc. Bis zum Vorliegen genauerer Daten rät das Experten Komitee für Reisemedizin der Schweiz wegen möglicher Missbildungen („Mikroencephalie“) beim Ungeborenen allen Schwangeren (egal in welchem Trimester) und Frauen, die eine Schwangerschaft planen oder nicht ausschliessen können, von einer Reise in Zika Virus Endemiegebiete mit aktiver Übertragung ab. (Quelle: Expertenkomitee für Reisemedizin / Christoph Hatz (28.01.2016)

Tollwut

Kein Risiko für terrestrische (Hunde) Tollwut in Antigua und Barbuda, Bahamas,  Barbados, Jamaika, St.Kitts und Nevis, St. Lucia, St.Vincent und die Grenadinen, Turks- und Caicos Inseln, Gouadeloupe, Saint Pierre und Miquelon. (Beschränktes Risiko für Menschen in Kontakt mit Fledermäusen.) Impfung vor Abreise nicht empfohlen .

Trinidad und Tobago: terrestrische Tollwut existiert, Impfung nach TierBiss empfohlen. Arzt aufsuchen

Hirnhautentzündung (bakterielle Meningitis (Meningokokken)

Impfung nicht empfohlen

durch Zecken (FSME): Impfung nicht empfohlen

Pneumokokken Infekte  (Prevenar13) für  Risikopersonen (≥ 2 j.)  bei
Herzleiden, COPD, Asthma,  DM, Neoplasien

Typhus abdominalis Vivotif  (Schluck) Impfung 3 Wochen vor Abreise empfohlen für Aufenthalt von mehr als 3 bis 4 Wochen. Uebertragung durch verunreinigtes Wasser und Essen

Japanische Encephalitis (Ixiaro) nicht empfohlen

Cholera Impfung nicht empfohlen Übertragung durch Wasser und Nahrungsmittel

 

Vorsicht bei ungekochten SpeisenReisedurchfall

gekochte Speisen vorziehen, nur Mineralwasser trinken, Verzicht auf Eiswürfel
Imodium® / Loperamid Mepha® mitführen, für Kleinkinder Elektrolytlösungen (GES).
Vorsicht bei rohen Salaten und nicht schälbaren Früchten, Wurstwaren, rohen Meeresfrüchten, Mayonnaise, Eiscrèmen

 

Sonnenschutz Hautschutz mittels Kleider und Cremen mit Lichtschutzfaktor von ca. 15 – 20- 50!

Nicht barfuss gehen Hunde Hakenwurmbefall, (auch Creeping disease, macht gangförmige, stark juckende Hautveränderungen an Stellen, welche mit Sand in Berührung gekommen sind.

Sexualkontakte  Keine (ungeschützten) Gelegenheits-Sexualkontakte wegen Übertragung von AIDS, Hepatitis B und weiteren Krankheiten

Reiseapotheke

mit Malariatabletten (wenn unter Punkt „Malaria“ empfohlen), Mücken-Schutzmittel, Durchfallmittel, Sonnenschutz, weitere…

Arztbesuch

Vor der Reise: ja! (Impfungen), Nach der Reise: ja! bei Fieber, Durchfall > 3 – 5 Tagen, Hautausschlägen, Arzt sofort aufsuchen und über Tropenaufenthalt orientieren!
während der Reise: bei Fieber oder Durchfall von > 3 Tagen

Häufige Fragen:

„Soll man zum Arzt nach einem Hundebiss?“  
ja, Tollwut-Übertragungsrisiko ist in der Karibik klein nach einem Hundebiss. Die Fledermaustollwut existiert jedoch auch auf der Karibik.

„wir reisen mit dem Kreuzschiff nach Miami- Panama Trinidad. Braucht es für einen kurzen Landaufenthalt auf Trinidad eine Gelbfieberimpfung?“
Ja! wenn sie innerhalb von 6 Tagen von Panama her kommen. Generell raten wir Ihnen, beim Reiseveranstalter dies nachzufragen.

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©OSIR    alle Angaben ohne Gewähr   Juli 2015. Informationsquelle: Tropimed (Jul 2015), die Angaben bzgl Gelbfieber können aendern. Für Schiffsreisen fragen Sie Ihren Reiseveranstalter.