News Reisemedizin

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ECDC (engl.)     communicable disease threats report |

CDC (engl.)       Current Outbreak List

November 2017

Tanzania und Sansibar: (Okt.2017)
das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin empfiehlt für alle Reisenden nach Tanzania und Sansibar eine Gelbfieberimpfung
Quelle: Tropimed 10/2017
Madagaskar: Pestausbruch (Nov 2017)
Als Malariaprophylaxe Doxycyclin 100mg/ täglich empfohlen.
Quelle: EKRM Expertenkomitee für Reisemedizin. Dies Antibiotikum kann auch eine prophylaktischeWirkung gegen den Persterreger (Yersinia pestis) haben.

ZIKA weltweit November 2017
Uebertragung 
3 Karten. Current Zika transmission) ( European Centre for Disease Prevention an Control
(weltweite Uebertragung, Uebertragung in Südost Asien und in der Karibik )
Malediven: neu moderates Risiko (vorher hohes Risiko)
Schwangeren wird weiterhin abgeraten, in ZIKV-Endemiegebiete zu reisen

Oktober 2017

Kap Verde:  NEU Malaria Tabletten vorbeugend einnehmen
Aufgrund der Zunahme von Malaria Fällen  ist neu  bei Aufenthalten auf der Insel Santiago die vorbeugende Einnahme von Malaria Tbl. (Atovaquone plus | Malarone ) empfohlen.
Quelle: Tropimed v. 22.9. 2017 | Ref.: ECDC 22.9.2017

Tanzania Dar es Salaam (DES): Zunahme von Malaria

Die Malariasituation in DES ist nicht besser:  Empfohlen ist , die Malaria Tabletten vorbeugend einzunehmen   bei Aufenthalten in der Stadt Dar es Salaam. Bei alleinigen Aufenthalten in Sansibar gilt weiterhin: Mitnahme einer Malarianotfalltherapie.

April 2017

Angesichts des Gelbfieberausbruches in Brasilien haben folgende Länder ihre Einreisebestimmungen bezüglich Gelbfieber (GF)-Impfung geändert:
Bahamas: Impfung obligatorisch bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet (nicht für Flughafentransit-Passagiere). Die Impfung muss 10 Tage vor Einreise erfolgt sein.
Ecuador: Impfung obligatorisch bei Einreise aus Brasilien.
Kuba: Impfung obligatorisch bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet (auch bei Flughafentransit).
Panama: Impfung obligatorisch bei Einreise aus Brasilien.
Venezuela: Impfung obligatorisch bei Einreise aus Brasilien.
Ref.: International Air Transport Association, Travel Information Manual, Ausgabe April 2017  Quelle: Tropimed März 2017

März 2017

Update Zikavirus Diagnostik und Empfehlungen

Current Zika Transmission  ECDC
European Centre for Disease Prevention and Control
Zika Uebertragung nach  und „Last cases since 3 months

Website Tropeninstitut Basel Schweiz
Infos ZIKA Empfehlungen desExpertenkomitees (EKRM)

Poliomyelitis (Kinderlähmung):
Für Reisen ( >4Wochen) nach Pakistan (polioinfiziert)  muss eine maximal 12 Monate zurückliegende Polioimpfung im internationalen Impfbüchlein dokumentiert sein. (Quelle WHO 13.2.2017). Auffrischimpfung alle 10y, wenn Aufenthalt <4Wo.
Für Reisen von >4 Wo wird eine PolioImpfung empfohlen für Afghanistan, Laos; Nigeria, sofern die letzte Impfung mehr als 12 Monate zurückliegt. ( Auffrischimpfung alle 10y, wenn Aufenthalt <4Wo.)

Auffrischimpfung alle 10y für: Kamerun Niger Tschad Zentralfr. Rep. Aequatorialguinea Ukraine Madagaskar Myanmar Guinea

Oktober 2016 Information zu Reisen in Zika Virus Endemiegebiete

Für alle Reisende gilt:  optimaler Mückenschutz tagsüber (insbesondere zur Hauptübertragungszeit am Vormittag sowie Nachmittag bis Dämmerung) mittels Repellentien, langen, imprägnierten Kleidern, Mückennetze etc. Wegen möglicher Missbildungen („Mikrocephalie- respektive Kleinwuchs Schädel)“) beim Ungeborenen wird allen Schwangeren und Frauen, die eine Schwangerschaft planen, von einer Reise in Zika Virus Endemiegebiete mit aktiver Übertragung ab.
Gebiete mit aktiver Uebertragung (Quelle: CDC)
Karte Gebiete mit aktiver Uebertragung (Quelle: Tropimed)
mehr (für Reisende, Aerzte)

Mangel an Impfstoffen gegen Starrkrampf ohne vorhandene 5- und 6-fach Impfstoffe (Infanrix) Empfehlungen für Aerzte Juni 2016

1. Anwendung eines 2+1-Dosen-Schemas für die Grundimmunisierung oder Auffrischimpfung unter Benützung von Hiberix® (GSK) und DT® pediatric adsorbed (Pro Farma) in zwei separaten Injektionen (ohne Schutz gegen Pertussis)
2. Import und Verabreichung von in der Schweiz nicht zugelassenen Impfstoffen. (Der Sechsfach-Impfstoff Hexyon® (SPMSD) ist  verfügbar (z.B. Frankreich), aber in der Schweiz nicht zugelassen.

In jedem Fall: Impfung der werdenden Mütter mit einer Dosis Boostrix® (dTpa), bestmöglich im 2. Trimenon bis Anfang des 3. Trimenons, sonst sobald als möglich vor oder nach der Geburt. Der Schutz der Säuglinge gegen Pertussis beträgt bei Impfung der Mütter im 2. Trimenon 91-93% während den ersten 2-3 Lebensmonaten. Quelle: Präventivmedizinerin Kdes Kanton St.Gallen. (20.06.16)

Falls 5- oder 6-fach Impfstoffe an Lager  gilt die  Reihenfolge in  folgenden Prioritäten:
1. Reservation von Impfstoffen für die 1. Dosis bei Säuglingen im Alter von 2 Monaten
2. Nutzen von Restbeständen für die 2. Dosis bei Säuglingen im Alter von 4 Monaten
3. Nutzen von Restbeständen für die Auffrischimpfung im Alter von 12 Monaten unter
Weglassung der Dosis im Alter von 6 Monaten (2+1-Dosen-Schema: 2-4-12 Monate)
4. Verschiebung von Auffrischimpfungen (4. Dosis) ins Alter von 18 bis 23 Monaten bei
Termingeborenen, die schon 3 Dosen DTPa-Hib-X erhalten haben (kein Hinauszögern der Auffrischimpfung bei Frühgeborenen und auch nicht bei Termingeborenen mit einem 2+1-
Dosen-Schema)

Impfstoff Engpässe –  wie weiter  (Februar 16)

neu werden Impfstoffe mit reduzierter Diphtherie und Pertussis Antigendosis (dTpa) bei Impfengpässen bereits ab dem 4. Geburtstag  empfohlen (und nicht erst ab 8 Jahren). Somit darf im Vorschulalter (nicht bei Säuglingen) Boostrix ®Polio anstelle von InfanrixDTPa IPV resp. Tetravac verwendet werden. (Quelle: BAG Bulletin 30 20.07.2015)

Meldung GSK Febr 2016: Infanrix DTPa-IPV(D,T,Pa,Polio) bis 2017 nicht lieferbar;Infanrix DTPa-IPV HIB (D,T,Pa,Polio HiB ) Einzel OP nicht verfügbar, 10 OP beschränkt verfügbar)
Tetravac (D,T,Pa,Polio) bis Herbst nicht verfügbar.
Impfung Di Tetanus Pertussis- IPV- Hib bei Säuglingen bis 15-18 Monaten: alternativ Infanrix Hexa®
Impfungen Di Tetanus Pertussis  IPV ab 4 bis 7 Jahren –> alternativ Boostrix® Polio (GSK),  Boostrix ist zugelassen ab 4. Geburtstag.

Dezember 2015 Gelbfieber Booster

Empfehlungen der WHO: Ruanda ist low risk GelbFieber-Endemiegebiet, d.h. GF-Impfung wird nicht generell empfohlen. D.R Kongo: GF-Impfempfehlung für das ganze Land.
Die WHO hat Dauer der GF-Impfung wahrscheinlich als lebenslänglich erklärt. Eine Dosis schützt wahrscheinlich lebenslang.
Auf Grund verschiedener Einreisebestimmungen der einzelnen Länder, die teils 10 Jahre Booster einfordern) ist alle 10Jahre eine Gelbfieberimpfung empfohlen, maximal 2 Impfungen. Personen über 60y und Reisende mit reduzierter Immunkompetenz sollten sich vor Reisen in Gebiete mit YF Vorkommen (AFRIKA) (SüdAMERIKA) ärztlich (Gelbfieberimpfstelle) beraten lassen.

Ende August 2015

Für Suedafrika wird für Mpumalanga Provinz (inkl. Krüger + benachbarte Parks), Limpopo Provinz (N,NE), KwaZulu-Natal (NE Küste) inkl. Tembe und Ndumu eine vorbeugendes Malariamittel (wie Malarone oder Atovaqon plus Spirig HC)  neu ab September bis Mai empfohlen . Zwischen Juni und August: Mitnahme eines Malaria Notfallmedikamentes und guter Mückenschutz in der Dämmerung und nachts. Ref.: TropimedSaNTHNet.
Im pdf Merkblatt mit blauer Schrift ist vermerkt ab Juni bis Sept statt bis August für Notfallmedikament!
Im Pdf Merkblatt mit grüner Schrift ist vermerkt vom Okt-Mai (statt September- Mai für Prophylaxe)!

Indonesien / Lombok /Malariaschutzmassnahmen

Aufgrund von tiefen Malaria-Fallzahlen bei Touristen ist für Lombok/ Gili Islands eine Prophylaxe, wie sie bisher in den Schweizer Richtlinien empfohlen wurde, nicht mehr gerechtfertigt. Für Reisende nach Lombok/ Gili Islands/ Nusa Penida Insel ist eine Notfallselbstbehandlung mit Atovaquone/ Proguanil (Atovaquone Plus Spirig HC / Malarone®) oder Artemether/ Lumefantrin (Riamet®) empfohlen. Die Malaria-Richtlinien für die übrigen Gebiete in Indonesien ändern sich nicht. Für die Inseln östlich von Lombok/ Gili Islands sollte wie bisher weiterhin eine Prophylaxe durchgeführt werden. Quelle: Tropimed

Schnellschemen für
Impfungen gegen Tollwut und Japanische Enzephalitis

Eine Studie zeigt, dass Kurzschemen für Tollwut (0-3-7 Tag) und Japanische Enzephalitis (JE) (0-7 Tag) einen ausreichenden Schutz bieten.
Diese Schnellschemen sind (noch) nicht zugelassen und sollten daher nur genutzt werden, wenn das Zeitintervall bis zur Abreise zu kurz für das konventionelle Impfschema ist und ein hohes Infektionsrisiko besteht (?off-label-use?). Bei diesem Schnellschema wird eine 4. Tollwut-Impfung nach 12 Monaten empfohlen und die 3. Impfung gegen JE nach 12-24 Monaten.

06/2015 Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Folgende Länder gelten nicht mehr als Polio infiziert:
· Syrien, Äthiopien, Israel. Weiterhin als Polio infiziert gelten:
· Pakistan, Afghanistan, Nigeria,Somalia, Kamerun, Äquatorialguinea, Irak
Reisende, die sich > 4 Wochen in einem dieser Länder aufhalten, müssen bei ihrer Ausreise aus einem dieser Länder eine max. 12 Monate zurückliegende Polioimpfung aufweisen (Dokumentation im Internationalen Impfausweis).
Ref.: Polioeradication.org 28.4.2015

02/ 2015: Malariaschutz Lombok /
Kurzschema für Impfungen gegen Tollwut und jap. Encephalitis

Indonesien / Lombok /Malariaschutzmassnahmen Quelle: Tropimed

Aufgrund der sehr niedrigen Malaria-Fallzahlen bei Touristen ist für Lombok/ Gili Islands eine Prophylaxe, wie sie bisher in den Schweizer Richtlinien empfohlen wurde, nicht mehr gerechtfertigt. Folgen für Reisende: Für Reisende nach Lombok/ Gili Islands/ Nusa Penida Insel ist eine Notfallselbstbehandlung mit Atovaquone/ Proguanil (Atovaquone Plus Spirig HC / Malarone®) oder Artemether/ Lumefantrin (Riamet®) empfohlen. Die Malaria-Richtlinien für die übrigen Gebiete in Indonesien ändern sich nicht. Für die Inseln östlich von Lombok/ Gili Islands sollte wie bisher weiterhin eine Prophylaxe durchgeführt werden.

Schnellschemen Tollwut Impfung Japanische Encephaliti

Eine Studie zeigt, dass Kurzschemen für Tollwut (0-3-7 Tag) und Japanische Enzephalitis (JE) (0-7 Tag) einen ausreichenden Schutz bieten.

Diese Schnellschemen nur genutzt werden, wenn das Zeitintervall bis zur Abreise zu kurz für das konventionelle Impfschema ist und ein hohes Infektionsrisiko besteht. Bei diesem Schnellschema wird eine 4. Tollwut-Impfung nach 12 Monaten empfohlen und die 3. Impfung gegen JE nach 12-24 Monaten.Quelle: Tropimed / Jelinek T, und weitere

Poster/Abstract 3928: ASTMH – 63rd Annual Meeting, New Orleans, LA USA (November 2-6, 2014)

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Letzte Aktualisierung 29.09.2017 gh